
Polen hat einen neuen Förderrahmen für Biomethan verabschiedet. Für Investoren stehen zunächst praktische Fragen an: Wo liegt der Standort, hat das Gasnetz dort Aufnahmekapazität, und wer verfügt über die Fläche? Wir helfen, diese Fragen zu klären — Standortprüfung, Flächensicherung, Planungsrecht und Netzanschlussverfahren — im Rahmen eines Entwicklungsdienstleistungsvertrags. Wir erwerben keine Flächen, bauen keine Anlagen und betreiben sie nicht.
Das Gesetz vom 4. September 2026 zur Änderung des Gesetzes über erneuerbare Energiequellen (OZE-Gesetz) wurde am 16. Oktober 2026 verkündet (Gesetzblatt Dz.U. 2026 Nr. 1347). Die folgenden Punkte stammen aus dem veröffentlichten Text.
Der Präsident der Energieregulierungsbehörde (URE) schreibt Biomethan-Auktionen mindestens einmal jährlich aus und führt sie durch. Anlagen werden nach äquivalenter elektrischer Leistung — unter 2 MW und ab 2 MW — eingeteilt, umgerechnet mit einem KWK-Wirkungsgrad von 41 %. Den Zuschlag erhalten die niedrigsten Preise innerhalb der ausgeschriebenen Menge; das Gesetz begrenzt die Zuschläge zudem auf 80 % der von allen Geboten erfassten Menge.
Ein Zuschlagsempfänger hat 20 Jahre lang Anspruch auf Ausgleich eines negativen Saldos, gerechnet ab dem ersten Verkauf nach der Auktionssitzung, längstens bis zum 31. Dezember 2054. Erhaltene Investitionsbeihilfen (z. B. Zuschüsse) senken den in der Auktion gebotenen Preis.
Das Biomethan muss die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, und die Anlage muss über eine gesonderte Einheit zur Einspeisung ins Gasnetz verfügen. Bei der Errichtung eingebaute Biomethan-Erzeugungsanlagen müssen innerhalb der 48 Monate vor der ersten Biomethanerzeugung hergestellt worden sein und dürfen zuvor von keinem Unternehmen abgeschrieben worden sein.
Ab dem 1. Dezember 2026 muss ein Gasnetzbetreiber, der eine Biomethananlage am gewünschten Standort nicht anschließen kann, den nächstgelegenen alternativen Standort oder die maximal verfügbare Kapazität am beantragten Standort nennen — mit Begründung und den erforderlichen Investitionen. Die Vorschriften zu Direktleitungen für Biogas und Biomethan treten am 17. Oktober 2027 in Kraft.
Nach den Sanktionsvorschriften des Gesetzes droht einem Biomethan-Zuschlagsempfänger eine Geldbuße, wenn er in den im Gesetz festgelegten Abrechnungszeiträumen weniger als 60 % der im Gebot angegebenen Menge verkauft — vorbehaltlich der dort genannten Ausnahmen.
Erzeuger mit Anlagen außerhalb Polens können ebenfalls bieten, jedoch nur für 5 % der Auktionsmenge des Vorjahres und nur, wenn ein zwischenstaatliches Gegenseitigkeitsabkommen besteht und grenzüberschreitende Kapazitäten reserviert sind. Anlagen in Polen nutzen das Standardsystem. Ob ein solches Abkommen existiert, haben wir nicht überprüft.
Polska Spółka Gazownictwa (PSG), Polens größter Gasverteilnetzbetreiber, beschreibt das Verfahren auf der Seite „Gotowi na biometan“ (geprüft am 20. Oktober 2026).

Auf den Antrag auf Anschlussbedingungen (Anschlussgruppe C) antwortet PSG binnen 90 Tagen nach vollständigem Antrag. Die Kapazitätskarte von PSG (Datenstand 25. August 2026) ist nur ein Anhaltspunkt: PSG erklärt, sie könne keine Grundlage für Investitionsentscheidungen sein; die Kapazität legen die Anschlussbedingungen fest.
Beizufügen sind ein Lageplan im Maßstab 1:500, 1:1000 oder 1:2000, ein Handelsregisterauszug und eine Erklärung zum Rechtstitel an der Immobilie. Die Flächensicherung kommt daher vor dem Netzantrag, nicht danach.
In Mitteldruckgebieten hängt die Kapazität vom geringsten Gasbezug der Kunden ab; bei Hochdruckanschluss treten Kapazitätsbeschränkungen nicht oder nur vereinzelt auf, dafür ist Verdichtung erforderlich.
Das Anschlussentgelt beträgt nach dem PSG-Tarif 100 % der tatsächlichen Anschlusskosten; der Vertragsbetrag ist eine Schätzung und kann sich nach den Arbeiten ändern. Erforderlich ist eine gesonderte Kooperationsvereinbarung mit PSG; die Messung der Gasqualität durch den Erzeuger ist Pflicht.
PSG verweist auf die Schätzung des Nationalen Energie- und Klimaplans (KPEiK): 3,2 Mrd. Nm³ Biomethanpotenzial im Jahr 2030. Das ist eine Planungsschätzung, kein Maß dafür, wie viele Anlagen gebaut werden. Quellen: psgaz.pl; Kapazitätskarte bioabs.psgaz.pl.

Fotos: Bernd Dittrich / Unsplash (Unsplash-Lizenz). Standorte nicht angegeben; keine Projekte von Arena Energy.
Für Biogas und Biomethan wenden wir dasselbe Dienstleistungsmodell an wie bei anderen Projekten.
Ihre Kriterien: Biogas oder Biomethan, Zielgröße, Regionen, Phase, Zeitplan.
Kandidatengebiete werden anhand von Gasnetz-, Planungs- und Flächendaten bewertet; Shortlist mit angegebener Grundlage je Standort.
Eigentümer werden angesprochen, Option und Pacht dokumentiert, der Grundbuchstand geprüft.
Verfahren bei Gemeinde und Gasnetzbetreiber, berichtet gegen vereinbarte Meilensteine.
Eine Standortakte für Ihr Team oder Ihre Projektgesellschaft.
Kriterien und Screening-Grundlage je Standort.
Eigentümer, Grundbuchstand, Belastungen, Dienstbarkeiten.
Flächen-, Planungs-, Netz-, Regulierungs- und Akzeptanzrisiken sowie das, was noch zu bestätigen ist.
Orientierend; Termine hängen von Behörden und Netzbetreibern ab.
Die Vergütung ist meilensteinbasiert im Rahmen eines Entwicklungsdienstleistungsvertrags und wird bei Erreichen fällig: eingetragene Pacht, endgültige Planungsentscheidung, unterzeichneter Netzanschlussvertrag, endgültige Baugenehmigung.
Das können wir nicht sagen. Die Vorschriften treten am 17. Februar 2027 in Kraft, gelten aber erst nach einer positiven Beihilfeentscheidung der Europäischen Kommission. Termine, Mengen und Referenzpreise werden in Verordnungen festgelegt.
Die besondere 5-%-Schiene des Gesetzes betrifft Anlagen außerhalb Polens und setzt ein zwischenstaatliches Abkommen voraus. Anlagen in Polen nutzen das oben beschriebene Standardsystem. Gesellschafts- und Grunderwerbsregeln für ausländische Käufer sind eine gesonderte Frage; siehe unsere Übersicht zu Agrarflächen für ausländische Investoren.
Nein. PSG erklärt, die Karte sei nur ein Anhaltspunkt; die Kapazität bestimmen allein die Anschlussbedingungen.
Nach dem PSG-Tarif beträgt das Entgelt 100 % der tatsächlichen Anschlusskosten; der Vertragsbetrag ist eine Schätzung und kann sich nach den Arbeiten ändern.
Nein. Wir erbringen Entwicklungsleistungen auf Grundlage eines Dienstleistungsvertrags. Wir erwerben keine Flächen, bauen oder betreiben keine Anlagen.
Meilensteinbasierte Vergütung im Rahmen eines Entwicklungsdienstleistungsvertrags, fällig bei Erreichen.
Wenige Zeilen genügen. Technologie, Größe und Phase sind optional.
Abkürzungen. URE — Energieregulierungsbehörde. PSG — Polska Spółka Gazownictwa, Gasverteilnetzbetreiber. KPEiK — Nationaler Energie- und Klimaplan. MPZP — örtlicher Bebauungsplan. POG — kommunaler Gesamtplan. Nm³ — Normkubikmeter.